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MATTHIAS KLOS 25.Nov.2016
Salzburg Museum Neue Residenz
Ausstellung 25. November 2016 bis 15.Jänner 2017

Matthias Klos "panoramarand"
Photograph
1969 geboren in  Hersbruck|D
lebt und arbeitet in Wien|A


"Für das Projekt „panoramarand" umrundete Matthias Klos die Stadt Salzburg entlang der Stadtgrenze zu Fuß. Als Wegbeschreibung für diese Wanderung diente ihm die „Umschreibung der Stadtgrenze" — die in der Stadtverordnung schriftlich fixierte Grenze der Stadt. Matthias Klos folgte dieser niedergeschriebenen, dennoch imaginären Linie flaneurhaft um Salzburg herum, dabei stets auf öffentlich zugänglichem Grund.
Anstoß für dieses Projekt war das bekannte Panoramagemälde von Johann Michael Sattler aus dem 19. Jahrhundert. Dieses Gemälde mit einer Fläche von gut 124 Quadratmetern ist das einzige umfassende Abbild der Stadt Salzburg im 19. Jahrhundert. In einer idealperspektivischen 360º-Projektion eröffnet dieses Bild einen Blick auf die Stadt und ihren Rand, von einem zentralen und zum Entstehungszeitpunkt nicht öffentlich zugänglichen Punkt auf dem Festungsberg. Dieses Panoramabild zeigt und konstruiert zugleich „Salzburg" als ein Sujet, das bis heute über Grenzen hinweg vermarktet wird.
Mit seinem Erwandern der Stadtgrenze verknüpft der Künstler die legistische Ordnung der abstrakten Grenze und das Image, das die Stadt Salzburg von sich pflegt, mit Orten, die entlang der Stadtgrenze liegen."

photographie bernhard müller / mamiya 645 TMAX 400
aus der serie "photographic II"

ELINA BROTHERUS 28.Nov.2016
Fotohof Galerie Salzburg
Ausstellung 25. November 2016 bis 15. Jänner 2017

Elina Bortherus "Die Rolle des Modellss"
Photographin
1972 geboren in  Helsinki/FIN
lebt und arbeitet in Helsinki/FIN


"Die von Gilles Mora für den Pavillon Populaire in Montpellier kuratierte Retrospektive aus 20 Jahren zeigt nun auch zum ersten Mal das fotografische und filmische Werk der finnischen Künstlerin Elina Brotherus in Österreich.
Die Ausstellung, die im Anschluss noch im Turku Museum of Art zu sehen sein wird, konzentriert sich im Fotohof vor allem auf die Rolle des Modells im Werk der Künstlerin. Schon 1840 hatte das rätselhafte Selbstbildnis des (Mit-)Erfinders der Fotografie, Hippolyte Bayard, eine allgemeine Verwunderung ausgelöst. Seine Inszenierung als Ertrunkener sollte nicht nur seinen Schmerz über die vermeintlich zu geringe Beachtung für seine bahnbrechende Leistung ausdrücken, sondern zeigt hier zum ersten Mal die Möglichkeit der Verschränkung von Fotograf und Modell in einer Person auf.
Dieses Wechselspiel wird bei Brotherus zum Hauptthema (neben ihrer Beschäftigung mit Landschaft) und drückt sich bereits zu Beginn ihres Schaffens in psychologisierenden Selbstdarstellungen aus. Wie zuvor bei Claude Cahun oder etwa auch bei Cindy Sherman ist hier Selbstinszenierung nicht nur Teil einer Reflexion über das eigene Ich zwischen Katharsis und Spiel, sondern auch ganz allgemein als Referenz auf die Bildende Kunst zu verstehen.
Die kontinuierliche Arbeit am Bild und der autonome Auftritt im Bild verschafft der Künstlerin die Freiheit, in einer Art Soliloquien, ihre intimen Momente dem Betrachter, wenn auch verschlüsselt, anzuvertrauen und ihn als Verbündeten auf ihren Wanderungen und Reisen durch die Welt teilhaben zu lassen."

photographie bernhard müller / mamiya 645 TMAX 400
aus der serie "photographic II"