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SOMMERSZENE 2013 03.Jul.2013
Boris Charmatz/Musée de la danse enfant

Mi 3. und Do 4. Juli 2013, 20:30 Uhr
republic Salzburg

„enfant ist eine der beeindruckendsten politischen Arbeiten, die das Tanztheater hervorgebracht hat: komplex, intensiv, dabei völlig unbelehrend und jede billige Rührung vermeidend." Süddeutsche Zeitung

Eine Gruppe von Kindern, neun Tänzer und einen Dudelsackspieler versammelt der Ausnahmechoreograph Boris Charmatz in enfant zu einem faszinierend-verstörenden Bewegungs- und Bilderreigen. Charmatz schafft mit enfant einen berührenden Abend, der so erhellend wie düster, so brutal wie zärtlich ist.

Boris Charmatz, Jahrgang 1973, zählt zu den innovativsten und produktivsten Choreographen seiner Zeit. Nach seiner Ausbildung an der Ballettschule der Pariser Oper sorgte er schon mit seinen ersten Kreationen international für Furore. Seither treibt er die Tanzszene unablässig voran, sucht immer wieder die Nähe zur bildenden Kunst und Philosophie, konzipiert radikale Formate, die den Blick des Zuschauers neu fordern, und kreiert physisch intensive Tanzstücke, die zu den wichtigsten Arbeiten der Gegenwart zählen.



aus der dokumentation "behind the szene"
photographie bernhard müller / leica M9

SOMMERSZENE 2013 04.Jul.2013
SEADs BODHI PROJECT/Martin Nachbar On Foot. A Pedestrian Romance

Do 4. und Fr 5. Juli 2013, 19:00 Uhr
ARGEkultur Salzburg

"Gemeinsam mit fünf Tänzern der renommierten Salzburger Ausbildungsstätte für zeitgenössischen Tanz SEAD stellt Martin Nachbar das Gehen in den Fokus seines jüngsten Bühnenwerks. Die simpelste, alltäglichste und selbstverständlichste Fortbewegung des menschlichen Körpers, das Gehen, bildet Inspiration und Grundlage für das choreographische Vokabular. Martin Nachbar treibt ein Spiel mit Formen, Raum und Zeit und inszeniert einen tänzerischen Spaziergang, bei dem die Protagonisten rennen, hopsen, springen, schreiten, staksen, stampfen, schleichen und waten.
Der deutsche Tänzer Martin Nachbar erhielt seine Tanzausbildung an der SNDO in Amsterdam, in New York und bei P.A.R.T.S. in Brüssel. Durch seine Themen, die er aus unterschiedlichen Situationen wie einer Stadtkartographie oder einer Polarexpedition bezieht, und seinen skurril-spielerischen Umgang mit Körper und Sprache zählt er zu den humorvollsten Vertretern des sogenannten Konzepttanzes."


aus der dokumentation "behind the szene"
photographie bernhard müller / leica M9

SOMMERSZENE 2013 06.Jul.2013
Cie. Willi Dorner bodies in urban spaces

Sa 6.7., 13:00 Uhr und So. 7.7.2013, 17:00
Treffpunkt Platzl Salzburg, ca. 60 min

„Ich verwende Körper, um die Umwelt und die Architektur zu repräsentieren und zu interpretieren." Willi Dorner

"bodies in urban spaces ist eine Intervention und Irritation im Stadtraum, eine bewegte Prozession, bei der zwanzig vorwiegend aus Salzburg kommende Tänzer auf Plätzen und Straßen, an Gebäudefassaden und Fenstersimsen, auf Mauern und Brücken, unter Torbögen und Straßenlaternen eine Reihe von menschlichen Skulpturen bilden. Bunt gekleidete Körper stapeln sich auf Treppen und in Hauseingängen, zwängen sich in Ecken, Winkel und Nischen oder schrauben sich an Regenrinnen in schwindelerregende Höhen.
Der Choreograph Willi Dorner zeigt in seinen Stücken, dass die Dinge des Alltags mehr Einfluss auf uns haben, als wir erahnen. Mit seiner 1999 gegründeten Kompanie untersucht er das Phänomen der Wahrnehmung und zeigt dabei den Zauber des scheinbar Normalen. Der städtische Raum und das Spiel mit ortsspezifischen Gegebenheiten nehmen eine substantielle Rolle in seinen Arbeiten ein. Seine Erfolgsproduktion bodies in urban spaces war u.a. in Paris, Berlin, London, Lissabon, Moskau, Washington, New York, Seoul und Yokohama zu sehen."


aus der dokumentation "behind the szene"
photographie bernhard müller / leica M9

SOMMERSZENE 2013 06.Jul.2013
Superamas THEATRE

Sa 6.7. und So 7. 7.2013, 20:30 Uhr
republic Salzburg

„Mit "THEATRE" präsentiert Superamas ein Stück voller Perspektivenwechsel, Brüche, Schnitte und Versatzstücke. Dafür bedient sich die Gruppe beim großen Schauspiel der Weltpolitbühne und der Seifenoper-Fassade unserer medial überfrachteten Entertainment-Welt. Verblüffende Theatereffekte, Synchronisationen, 3D-Simulationswelten und Avatare ergeben ein schillerndes Potpourri: Wasserspiele, Partygesellschaften in Computerspiel-Ästhetik sowie Politiker, die als Video-Stars in Militäruniformen und mit Gewehren als Erotik-Accessoires posieren.
Das französisch-österreichische Kollektiv Superamas zählt zu den bekanntesten Performancegruppen des Landes und gilt nach zahlreichen Auftritten in Salzburg zu Recht als Stammgast der Sommerszene. Sie selbst beschreiben ihre Kunst als ein Zerlegen und Neuzusammensetzen von Materialien, die sie aus einem Baukasten aus Performance, Tanz, Lichtdesign, Musik, Film und Installation beziehen."


aus der dokumentation "behind the szene"
photographie bernhard müller / leica M9

SOMMERSZENE 2013 08.Jul.2013
Ivana Müller In Common

Mo. 8.7. und Di. 9.7.2013 20:30
ARGEkultur Salzburg


"Humorvoll, dynamisch, komisch, facettenreich: In Common ist eine Choreographie aus Spielen, bei denen das zehnköpfige Ensemble Fragen zu sozialen Prozessen und Codes der Repräsentation aufwirft. Wer trifft die Entscheidungen in einer Gruppe? Wie viel Demokratie erlaubt ein gemeinschaftliches Miteinander? Wer repräsentiert das Wir? Was repräsentieren wir als Gesellschaft? Für diese komplexen gesellschafspolitischen Themen schafft Regisseurin Ivana Müller absurde Settings und kommunikative Situationen, welche die Akteure in einen temporeichen Dialog aus Mit- und Gegeneinander verschalten.

Die in Kroatien geborene, in Amsterdam ausgebildete und zur Zeit in Paris lebende 40-jährige Ivana Müller zählt seit Jahren zu den herausragendsten Künstlerinnen ihrer Generation. Ihre Performances, Installationen und Video Lectures beeindrucken durch die Mischung aus konzeptuellem Ansatz, gewitzter Umsetzung und klarer visueller Sprache. In ihren weltweit getourten und mehrfach prämierten Arbeiten thematisiert sie soziale Prozesse, die Rolle des kollektiven Körpers, die Orte des Imaginären und die Beziehung zwischen Akteur und Zuschauer"


aus der dokumentation "behind the szene"
photographie bernhard müller / leica M9

SOMMERSZENE 2013 08.Jul.2013
Nadja Hjorton Radio dance

Di 9.7. und Mi 10. 7.2013, 22:00 Uhr
Kavernen 1595 Salzburg


"Ein provisorisches Radiostudio: ein Tisch, ein Mikrophon, ein Computer. Dieses simple Setting dient Regisseurin und Interpretin Nadja Hjorton als inhaltliche und formale Struktur für ihr Solo Radio dance. Darin erzählt sie von ihrer persönlichen Beziehung zum Tanz, verschränkt mit allgemeinen Fakten und Anekdoten der Tanzgeschichte, eng verknüpft mit politischen und sozialen Weltereignissen. Aus ihrer subjektiven Perspektive berichtet sie vom Super-GAU in Tschernobyl, von ihrer Kindheit in der Kleinstadt, ihrer Faszination für Isadora Duncan, von Lady Gagas Geburtstag, ihren ersten sexuellen Erfahrungen und nimmt dabei das Publikum mit auf eine Zeitreise in das Schweden der 80er und 90er Jahre. Immer wieder unterbricht sie ihren Monolog, schiebt den Tonregler hoch und lässt die Musik für sich sprechen. Oft lauscht sie nur den Hits, ab und an steht sie auf und tanzt zu afrikanischen Rhythmen und Technobeats.
Radio dance ist Nadja Hjortons Abschlussarbeit an der University of Dance and Circus in Stockholm. Darin hinterfragt die junge Schwedin Normen, Regeln und Begrifflichkeiten des Tanzes. Sie begeistert in ihrem ersten abendfüllenden Stück durch Leichtigkeit, Beschwingtheit und Abwechslungsreichtum. Ihre bemerkenswerte und stimmige Radiosendung ist im Rahmen der Sommerszene erstmals außerhalb Schwedens zu sehen."


aus der dokumentation "behind the szene"
photographie bernhard müller / leica M9

SOMMERSZENE 2013 06.Jul.2013
Laia Fabre & Thomas Kasebacher THE GREEN PARK PICNIC

Sa 6.7., So 7.7. und Sa 13. 7., 11:00 und 15:00 Uhr
Inge-Morath-Platz Salzburg
60 min, Picknick im Anschluss
in deutscher und englischer Sprache

„We like spaces that are something and say something else. We like wild and wondrous stories. We like boring everyday stories." Laia Fabre & Thomas Kasebacher
Fernab von Touristenmassen empfindet und stellt das Künstlerduo bekannte Orte und Facetten Salzburgs nach. Mit der Positionierung in der Vorstadt werden sowohl Sehenswürdigkeiten und Stereotypen als auch der ungewohnte Platz mit neuen Bedeutungen aufgeladen. Die Besucher erwartet ein Wohnwagenpark der anderen Art. Sie werden durch Attraktionen wie Wasserspiele, einen Do-It-Yourself Workshop, exotische Liveshows und eine Sound of Music-Installation geleitet und aber auch in Welten der unbegrenzten Imagination entführt. Am Schluss der Themenpark-Tour steht ein exquisites Picknick für Sie bereit.
Unter dem Label notfoundyet konzipiert und produziert das spanisch-österreichische Künstlerpaar Laia Fabre und Thomas Kasebacher seit 2007 performative Projekte, Videos und Installationen. Diese zeichnen sich durch ihre ungewöhnlichen Ideen und absurd-skurrilen Umsetzungen aus, bei denen das Publikum nicht nur Zuschauer, sondern auch aktiver Teilnehmer ist.


aus der dokumentation "behind the szene"
photographie bernhard müller / leica M9

SOMMERSZENE 2013 11.Jul.2013

Phil Hayes, Maria Jerez, Thomas Kasebacher Legends & Rumours


Do 11. 7.2013 20:30 Uhr und Fr 12. 7.2013, 22:00 Uhr
ARGEkultur Salzburg


"Eines Morgens wachte ich auf und da war die Idee zu diesem Song." So nonchalant beschreiben Rockmusiker oft den Moment jener Inspiration, der sie in die Hall of Fame des Rock’n’Roll katapultiert. Vergleichbare Situationen bilden den Ausgangspunkt für eine theatrale Performance, in der Regisseur Phil Hayes, Maria Jerez und Thomas Kasebacher mit Raffinesse und Spielwitz erforschen, was es braucht, damit ein bestimmtes Ereignis Kultstatus erlangt oder gar zu einem Mythos wird. Wie werden Augenblicke zu großen Momenten? Wie verdichten sich Geschichten zu Legenden? Gelten die Mechanismen der Legendenbildung auch für Akte der Destruktivität und Zerstörung?
Legends & Rumours verhandelt diese Fragen mit diskreter Ironie. Einer alltäglichen Begebenheit wird mit sicherem Sinn für Timing eine fiktive Historie angedichtet, in der ein banaler Moment der Gegenwart in einer paradoxen, rückwärtsgewandten Kettenreaktion zu einem außergewöhnlichen, legendenträchtigen Ereignis stilisiert wird.
Der in Großbritannien geborene Schauspieler, Regisseur und Musiker Phil Hayes lebt als freischaffender Künstler in Zürich. Stilistisch nähert er sich seinen Themen mit smartem Understatement und bricht jegliches Bühnenpathos mit beiläufiger Lakonie. Als Performer arbeitete er zuletzt mit Forced Entertainment und Simone Aughterlony zusammen.
Maria Jerez, Performance-Künstlerin, entwickelt seit 2004 eigene Produktionen. Thomas Kasebacher präsentiert mit Laia Fabre auch THE GREEN PARK PICNIC."


aus der dokumentation "behind the szene"
photographie bernhard müller / leica M9

SOMMERSZENE 2013 06.Jul.2013
Michikazu Matsune Picnic with Old Masters

Sa 6., So 7. und Sa 13. Juli
Live-Performance: come and go zwischen 14:00 und 17:00 Uhr
Installation: 10:00-17:00 Uhr
Residenzgalerie Salzburg

"Der aus Japan stammende Künstler Michikazu Matsune richtet ein ungewöhnliches Picknick, das eigens für die Sommerszene kreiert wird und in dieser Form einmalig zu sehen ist, in der Residenzgalerie Salzburg aus. Gemeinsam mit einer Gruppe von SEAD-Tänzern bespielt er unterschiedliche Prunkräume des Museums. Als Inspiration für seine Performance und Installation dienen Gemälde der Alten Meister, die durch Tanz und Musik zum Leben erwachen. Das Projekt Picnic with Old Masters ist ein subtiles Spiel, das die Grenzen der Wahrnehmung überschreitet. Es legt den Fokus auf die Gegensätze Vergangenheit und Gegenwart, Oberfläche und Tiefe, Sinn und Unsinn.
Der in Wien lebende japanische Künstler und Choreograph arbeitet in den Bereichen Performance und Installation. Seine interdisziplinären Projekte, die sich auf einer Gratwanderung zwischen Humor und Ernsthaftigkeit bewegen, werden nicht nur auf Theaterbühnen, sondern auch in Ausstellungskontexten und öffentlichen Räumen präsentiert. Durch außergewöhnliche Formate sucht er stets die direkte Interaktion und Kommunikation mit dem Publikum, das für ihn fixer und unentbehrlicher Bestandteil seiner Arbeiten ist."


aus der dokumentation "behind the szene"
photographie bernhard müller / leica M9